Die Krewets – Erbauer der Burg

Das Familienwappen derer von Krewet. Es zeigt einen roten, aufrecht stehenden Krebs auf silbernen Grund.
Das Familienwappen derer von Krewet. Es zeigt einen roten, aufrecht stehenden Krebs auf silbernen Grund.

Das Adelsgeschlecht von Krewet


Die Ministeralienfamilie Crevet, lat. Cancer (Krebes), auch Kreveth, Krewett, Kriefft geschrieben, gehörte nach dem Paderborner Adelskalender im Verein mit den adeligen Geschlechtern Haxthausen, Stapel und Brenken zu den 4 Säulen des Fürstbistums Paderborn. Sie waren die sogenannten Edelmeier des Hochstifts. Sie standen zum fürstbischöflichen Landesherrn in einem besonderen Vertrauensverhältnis, erfreuten sich mancher Privilegien und bildeten wie früher die alten kirchlichen Schirmvögte den weltlichen Arm des Bistums. Wie die Herren von Verne, so hat auch diese Adelsfamilie jahrhundertelang dem Landesfürstentum Paderborn treue Vasallendienste geleistet.
Es war ein weitverzweigtes Geschlecht, das seine Blüte vom 13. bis 17. Jahrhundert erlebte und vor der Mitte des 17. Jahrhunderts im Mannesstamme ausstarb. Im Jahre 1607 gab der Gründer, Ritter Wilhelm von Krewet, seine Residenz auf dem Burgmannshof “Freiheit” im Weichbilde von Salzkotten auf und übersiedelte zur neu erbauten Vernaburg.
Nach dem Aussterben der Familie von Krewet im Mannesstamme (1638) ging der Besitz der Burg durch die Heirat von Anna-Maria von Krewet auf die Familie von Brenken über, die ihn heute noch inne hat.


Die nebenstehende Darstellung zeigt die rechte Hälfte eines sich ursprünglich auf der Vernaburg befindlichen Kaminsims. Der repräsentative Wappenstein war vermutlich an der nordwestlichen Seite des Herrenhauses eingebaut. Diese Hälfte stellt die Familienwappen der Anna-Maria von Westfalen zu Fürstenberg dar. Nicht mehr vorhanden ist die linke Hälfte des Frieses mit den Wappen der Großeltern Wilhelms von Krewet. Diese sind aus dem oben abgebildeten Stammbaum des Erbauerehepaares der Vernaburg ersichtlich. Das Sterbedatum des Wilhelm von Krewet ist auf der Ahnentafel mit vor 1613 angegeben. Folglich konnte er sich nur ca. sechs Jahre an seinem neuen Heim erfreuen.

Wappenstein mit den Wappen von Westfalen, Hanxleben, Spiegel und Chanstein.
Wappenstein mit den Wappen von Westfalen, Hanxleben, Spiegel und Chanstein.